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15. Februar 2004, 15:10 Uhr, soc

Achtzehn

Mit Idealen zugepackt, vollgefressen mit Wissen, analytischem Denken und diesem verfluchten „vom hören sagen“ machen sich die halbwüchsigen Kinder auf, in die grosse, weite Welt. Jeden Tag, jede Stunde und jede Minute erleben sie neue Überraschungen, versuchen ihnen Herr zu werden doch stehen sie meist ohnmächtig vor einer grossen, weissen Wand sobald sie der Zufall wieder trifft. Dann, nur dann füllt sich wieder ein Register ihrer Synapsen und sie gehen einen Schritt weiter auf dieser langen, unebenen Strasse die man Leben nennt. Und wir, geblendet von ihrer Jugendlichkeit, versuchen das Unvereinbare zu vereinbaren, versuchen die Symbiose von Physis und Psyche bis wir auf die Schnauze fallen weil wir zu alt sind um vor diesen grossen weissen Wänden einfach stehen zu bleiben und zu jung, um genügend Gelassenheit an den Tag zu legen. Darum müssen wir sie belassen, in ihrem Mikrokosmos aus Geschichten, Vorurteilen und Übertreibungen. Manchmal betreten wir ihre Welt, hören ihnen zu, nehmen das für uns mit, was uns wichtig erscheint, gehen dann aber wieder raus und warten auf sie, bis sie bei uns sind.


Die Jugend! du hast sie leider versäumt!

Julian | 15. Februar 2004, 19:55 Uhr |


Ein etwas platter Kommentar zu diesem konturreichen Gemälde voller Sehnsucht und Hoffnung.

Johannes | 17. Februar 2004, 00:57 Uhr | http://johannes.wortbeitrag.net


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